"Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maß der Liebe! Pflüget ein Neues,
solange es Zeit ist, den Herrn zu suchen, 
bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt."
  Hosea 10,12 

 

Zwei Worte, Verhaltensweisen und Welten - wie passen sie zueinander: Gerechtigkeit und Liebe?

 

Beginnen wir mit Gerechtigkeit. Im Mitmenschlichen heißt das: Jedem das zukommen lassen, was ihm zusteht. Wer aber kann das leisten? Wer kennt den Anderen schon so genau? Wer kann ermessen, was zum  Recht des Andern gehört? Sind die Erwartungshaltungen der Menschen nicht zu verschieden? Welches Recht haben die Flüchtlinge? Wie sieht es aus mit den Langzeitarbeitslosen? Was gehört zum Recht der Behinderten? Wer vertritt das Recht für den Berufstüchtigen? Wie soll man das Recht und die Gerechtigkeit bei den verschiedenen Prägungen, Erwartungshaltungen und Geschichten  der Menschen festlegen? Ja, wir sind in der BRD gut dran. Wir haben ein Grundgesetz. Es gibt eine Menschenrechtskommission der UNO. Doch damit ist noch nicht das Recht für jeden und alle bei uns und in der Welt gegeben und garantiert. Immer wieder sind Menschen ihrem Egoismus verfallen und denken  leider zuerst an ihr eigenes Recht.